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Hilfe für schulmüde und –verweigernde Jugendliche
Das erklärte Ziel des durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Programmes „Schulverweigerung. Die 2.Chance“ ist die Integration von SchülerInnen in das Regelschulsystem.
Insbesondere geht es dabei um SchülerInnen, die:
- mindestens 12 Jahre alt sind und sich maximal am Beginn des Besuchs der letzten Klassenstufe befinden
- die eine Mittelschule, Berufsschule, Förderschule oder eine andere Schulform besuchen, auf der der Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich ist und
An zwei Standorten in Leipzig arbeiten zwei Koordinierungsstellen mit jeweils unterschiedlichen Kooperationsschulen.
- Das Team der Koordinierungsstelle Ost nahm im September 2006 Arbeit mit Schüler/innen der 16., 20. und 125. Mittelschule auf. Im September 2011 wurde die Arbeit auf ein Berufliches Schulzentrum ausgeweitet.
- Das Team der Koordinierungsstelle West arbeitet seit September 2008 mit Schüler/innen des Förderzentrums für Erziehungshilfe, der Petri-Schule sowie der Apollonia-von-Wiedebach-Schule.
» Zielstellung
Innerhalb von 9- 12 Monaten sollen Schüler/innen im Alter ab 12 Jahren bis zum Beginn des letzten Schulbesuchsjahres wieder so in ihre Klasse (re-) integriert werden, dass ein erfolgreicher Schulabschluss wahrscheinlich erreichbar sein wird. Die Reintegration der Schüler/innen soll – analog zum Prozess der Distanzierung von der Schule - schrittweise von allen Beteiligten erarbeitet und bewältigt werden.
Hierbei findet die Arbeit mit dem Familiensystem besondere Berücksichtigung.
Speziell in der Zusammenarbeit der Koordinierungsstelle West mit dem Förderzentrum für Erziehungshilfe ist es das Ziel, dass sich die Zahl der erfolgreichen Reintegrationen an Regelmittelschulen erhöht und die Zahl der gescheiterten Integrationen an Mittelschulen abnimmt.
» Schwerpunkte
Um schulmüden Kindern und Jugendlichen eine reale „2. Chance“ zur schulischen Reintegration bieten zu können, müssen kooperierende Netzwerke im Wohn- und Schulumfeld der betroffenen Kinder und Jugendlichen aktiviert oder etabliert und gestärkt werden. Diese müssen in allen Phasen der Reintegration eng zusammenarbeiten und sowohl die Situationsanalyse als auch die resultierenden Erkenntnisse und Empfehlungen gemeinsam erarbeiten, umsetzen und auswerten.
Auch in Zeiten von Krisen und Rückfällen ist eine eng abgestimmte Zusammenarbeit entlastend und hilfreich, Gemeinsame Diskussions- und Gesprächsrunden sowie abgestimmte Fortbildungen zum Thema stärken die Vernetzung aller Beteiligten.
Die Kooperation – in den nachfolgend aufgezählten Modulen unterteilt – spiegelt sich in Angeboten für die Schülerin/ den Schülers wider, die schulische Bildungsangebote mit individuellen sozialpädagogischen Unterstützungsleistungen verbinden (Schulaufgabenhilfe, Freizeitaktivitäten, Projektlernen), die Familienarbeit einschließen und schulisches Lernen mit der Außenwelt verknüpfen.
Die zentralen Module der Reintegration sind:
- Zusammenarbeit mit Lehrern und Schulsozialarbeitern
- Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialdienst (ASD) des Jugendamtes Leipzig
- Zusammenarbeit mit Trägern von Erziehungshilfeleistungen nach §§ 27ff KJHG und Jugendhilfeleistungen nach § 13 KJHG
- Familienarbeit
- Einzelarbeit mit dem Kind/ dem Jugendlichen
- Arbeit mit der gleichaltrigen Bezugsgruppe (peers)
- Erschließung des Lernortes Betrieb u.a. in Form von Praktika
- Koordination der Zusammenarbeit der einzelnen Bezugssysteme
In Absprache mit den sorgeberechtigten Eltern und den Lehrern wird der Kontakt zum ASD hergestellt. Nach individuellen Klärungsgesprächen wird ein Bildungs- und Förderplan für das Kind/ den Jugendlichen aufgestellt, der die Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller am Prozess Beteiligten festhält (Schüler, Familie, Lehrer, ASD, Koordinator, sonstige Helfer…). In regelmäßigen Abständen von ca. 8 Wochen wird dieser Plan in gemeinsamen Gesprächsrunden auf seine Wirksamkeit überprüft, gefestigt bzw. ggf. korrigiert.
Gemeinsames Ziel der Arbeit ist von Anfang an die (Re-)Integration des Schülers in die Mittelschule bzw. in die Herkunftsklasse des Förderzentrums für Erziehungshilfe.
» Team Koordinierungsstelle Ost

-
Heike Brüchert
Diplompädagogin, Systemische Familientherapeutin, Systemischer Schulcoach – Koordinatorin für die 20. Mittelschule
-
Jeannette Kodytek
Diplompsychologin, Systemische Familientherapeutin – Koordinatorin für die 16. Mittelschule
-
Sandra Schmitt
Diplom-Sozialpädagogin (FH), Mediatorin – Koordinatorin für die 125. Mittelschule, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A.
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Cornelia Pfennig-Bartsch
Diplom-Sozialpädagogin (FH), Reha-Pädagogin, Systemische Familientherapeutin, Koordinatorin für die Susanna-Eger-Schule, Berufliches Schulzentrum
» Team Koordinierungsstelle West

-
Maria Mauga
Diplom-Sozialpädagogin (FH), Koordinatorin für Familienräte i.A., Koordinatorin für das Förderzentrum für Erziehungshilfe
-
Anna Kramer
Lehrerin für Sonderpädagogik, Kinder- und Jugendlichenpsycho-
therapeutin i.A. -
Nadine Arndt-van Ngoc
Diplompsychologin, Systemische Therapeutin – Koordinatorin für die Petri-Schule
-
Iris Staudenmayer
Ergotherapeutin, B.A. Bildungswisschenschaften, Systemische Therapeutin i.A.
» Kooperationsschulen / Koordinierungsstelle Ost
» Kooperationsschulen / Koordinierungsstelle West
Standort u. Kontakt
Koordinierungsstelle Ost
Schulverweigerung. Die 2. Chance
- Sitz
- Scheumannstraße 4
04347 Leipzig - Telefon
- 0341/ 30 16 236
- Fax
- 0341/ 30 16 237
- Erreichbarkeit
- Straßenbahnlinie 1 sowie Buslinien 70, 77 & 90 Haltestelle Löbauer Str.
Koordinierungsstelle West
Schulverweigerung. Die 2. Chance
- Sitz
- Angerstraße 44
04177 Leipzig - Telefon
- 0341/ 230 69 39
- Fax
- 0341/ 230 81 16
- Erreichbarkeit
- Straßenbahnlinie 3,7,8, 15 - Haltestelle Straßenbahnhof Angerbrücke
Ansprechpartnerin

Sandra Schmitt,
Bereichsleiterin Bildung
Kofinanziert durch
- Jugendamt Leipzig
- Sächsische Bildungsagentur/ Regionalstelle Leipzig


